Wer tatsächlich hinsieht sieht überall in der Kernstadt zahlreiche historische Altbauten (nicht nur im Westend und im denkmalgeschützten Mathilden-Viertel). Bebauungspläne und Gestaltungssatzungen können Schlimmes verhindern und Vieles heilen. Der Gestaltungsbeirat war lange überfällig. Aber : Sein Totalversagen beim Bauprojekt am Ledermuseum war vollkommen unbegreiflich! Es korrespondiert mit der zerstörerischen Willfährigkeit der Stadt gegenüber dem „Investor“. Der totale Kahlschlag der gesamten historischen Gebäudesubstanz war Ein Stich ins Herz ! Von 8 Gebäuden der Straßenzeile waren 6 historisch – jetzt sind es nur noch 2… Und Das im Jahr 2025 ! Das Architekturbüro „Planquadrat“ trägt in diesem Fall seinen Namen zurecht, simpelste ignorante und zu hohe „Rechtwinkel-Architektur“ direkt neben dem Ledermuseum ! Was von Seiten der Stadt dahintersteckt wissen wir nun. Es ging ihr nur um die 69 Wohnungen für die GBO. Dafür war alles recht. Die städtebauliche Katastrophe in der Frankfurterstraße direkt gegenüber ist ebenso unbegreiflich. Hier wäre auch relativ einfach wohltuende Stadtreparatur möglich gewesen. Und was architektonisch möglich gewesen wäre sieht man am Beispiel des Westend-Carrée oder des Goethequartiers. Statt hochwertiger klassischer Blockrandbebauung direkt an der Nahtstelle zwischen grünen historischem Villen-Westend und Innenstadt nur trist hingeworfene Vorstadt-Architektur ohne Grün mit Mindernutzung. ENDE